Besprechungen,  Liebe

Sarah Anderson: Everything we Feel

Ich habe das Lesen des Romans „Everything We Feel“ von Sarah Alderson insgesamt sehr genossen.
In dem Roman geht es um Zoey. Sie ist mit ihrer Familie auf der Flucht vor ihrer Vergangenheit, die  nach Zoeys Ansicht nie wieder ihr Leben bestimmen sollte. Doch es scheint, als würde sie alles wieder einholen. Nachdem Zoey ihr Zuhause verloren hat, finden sie, ihr kleiner Bruder und ihre Mutter in einem kleinen kalifornischen Küstenstädten, wo bereits ihr älterer Bruder lebt, einen neuen Zufluchtsort.
Nur warum muss ihr Nachbar Tristan so nett und hilfsbereit sein? Seine Blicke und seine Berührungen lassen Zoey alles vergessen, was je Schreckliches in ihrer Vergangenheit passiert ist. Es knistert gewaltig zwischen ihnen. Doch ihn in ihre Nähe zu lassen bedeutet, dass er in Gefahr ist. Wie kann sie ihm also aus dem Weg gehen, wenn er der Einzige ist, der sie beschützen kann und will?
Die Geschichte der beiden nimmt ihren Lauf, doch auf einmal ist die Gefahr wieder ganz nah.

Das Cover zeigt den ersten Hinweis zum Handlungsort. Es gibt den Strand und das Meer der kleinen Küstenstadt wieder, was ich sehr schön finde.
Als ich zum ersten mal den Klappentext durchgelesen habe, dachte ich, dass „Everything We Feel“ wie fast jede Romanze wäre. Und nachdem ich den Roman zu Ende gelesen hatte, änderte sich meine Meinung auch nicht. Jedoch enthält das Buch auch ein paar spannende und dramatische Szenen, besonders zum Ende hin. Zudem werden viele wichtige Themen wie Misshandlung, sexuelle Belästigung, Vertrauensprobleme, Freundschaft und Liebe angesprochen.


Der Schreibstil von Sarah Alderson lässt sich gut und flüssig lesen, sodass ich sofort in das Geschehen versinken konnte. Was ich an Romanen liebe, ist ein Wechsel zwischen den Perspektiven der Protagonisten. In diesem Fall kann man zwischen den Gedanken und Gefühlen zwischen Zoey und Tristan hin und her wechseln. Dabei finde ich die Perspektive von Zoey noch besser und interessanter als die von Tristan, was daran liegt, dass sie einen komplexeren Charakter hat als er. Generell hat es mir gefallen, aus der Sicht von beiden Charakteren auf die Geschichte zu blicken.
Die Charaktere und die kleine Stadt sind alle gut beschrieben worden. Ich konnte mich für fast alle Figuren begeistern, ganz besonders für Zoey. Sie ist eine gleichzeitig starke und schwache Persönlichkeit. Sie hat viel erlebt und ist eine Meisterin darin, alles zu schaffen, was sie will. Jedoch ist sie auch manchmal in ein paar Szenen kompliziert und manche ihrer Handlungen haben bei mir eine Verständnislosigkeit hervorgerufen.
Was mich auch manchmal gestört hat, ist das Hin und Her zwischen Zoey und Tristan. Erst kommen sie sich näher, dann wendet Zoey sich ab, sie vertragen sich wieder, Tristan macht einen Fehler, sie vertragen sich erneut….


Insgesamt gefällt mir die Story des Romans sehr gut und ich kann ihn jedem empfehlen, der gerne Liebesromane ließt. Jedoch ist der Roman keiner, der einem in Erinnerung bleiben wird.

Lotte

übersetzt von Sarah Heidelberger
Ravensburger Verlag
448 Seiten
ISBN 978-3-473-58588-5
€ 12,99

Eine Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.