• Besprechungen,  Leben eben

    Maike Dugaro: Mauerpost

    Diesmal habe ich mich für das Buch “Mauerpost” von Maike Dugaro und Anne-Ev Ustorf entschieden. Es spielt in Berlin in den Jahren 1988 und 89, kurz vor dem Mauerfall. Ihre Nachbarin Ursel vermittelt der fünfzehnjährigen Julia aus Ostberlin eine Brieffreundschaft mit deren Enkelin Ines, die in Westberlin wohnt und dreizehn Jahre alt ist. Schnell freunden sich die beiden über die Briefe an, doch es gibt ein Problem: Julias Vater. Er duldet keine Westkontakte, weshalb Julias Brieffreundschaft zu Ines streng geheim bleiben muss. Und auch die Mutter von Ines sollte besser nichts davon erfahren, denn sie ist aus Ostberlin nach Westberlin geflohen und will seitdem nichts mehr mit den Menschen dort…

  • Besprechungen,  Leben eben

    Steve Tasane: Junge ohne Namen

    Ich fange einfach mal am Anfang an, denn der Text des Romans “Junge ohne Namen” von Steve Tasane beginnt schon direkt auf dem Cover, weshalb er mich auch sofort angesprochen hat. Auch die Überschriften der Kapitel sind ganz besonders ausgewählt, aber wie, das erfährt man beim Lesen. I ist ein (schätzungsweise) zehnjähriger Junge, der auf der Flucht seine gesamte Familie, alle seine Papiere und damit auch seinen Namen verloren hat. So wie viele andere Kinder im Flüchtlingslager, die nur noch mit Buchstaben angeredet werden. Doch zusammen mit seiner Freundin L, ihrem Bruder E und mit dem Mädchen V versucht I dem schwierigen Alltag im Lager zu trotzen. Besonders schön an…