Besprechungen,  Krimi & Thriller

Christina Stein: Searching Lucy

In dem Buch geht es um die Schülerin Amber deren Schwester verschwunden ist. Auch ihr Vater wurde lange nicht mehr gesehen. Amber ist sich sicher, dass ihre Schwester noch lebt und bricht deshalb in die Häuser ihrer Nachbar und ihrer Bekannten ein, um ihre Schwester zu finden. Ich finde vor allem diesen Aspekt sehr interessant, da Amber ja gegen das Gesetz verstößt, dieses Risiko aber in Kauf nimmt, um ihrer Schwester zu helfen.
Bei diesem Buch bin ich mir nicht sicher, ob ich es mochte. Einerseits fand ich die Geschichte sehr interessant, besonders durch Ambers ungewöhnliche Ermittlungen. Besonders interessant finde ich auch, wie Ambers Familie mit der Situation umgeht. Ihrer Mutter entwickelt ein Alkoholproblem und ihr kleiner Bruder hat mit Wutanfällen zu kämpfen. Dadurch spitzt sich die Situation auch bei Amber zu Hause zu, da diese auch anderen Leuten auffällt. Amber versucht alles zusammenzuhalten und zu retten, kommt dabei aber auch an ihre Grenzen.

Nicht so gut fand ich die Auflösung am Ende, weil sie mir irgendwie zu einfach und vorhersehbar war, besonders, da es ohnehin nicht viele richtige Verdächtige gab. Zudem finde ich es etwas komisch, dass Amber immer in diese Häuser einbricht, ohne nachzudenken, wie gefährlich das ist. Natürlich ist es mutig von ihr, so nach ihrer Schwester zu suchen, aber wenn sie tatsächlich auf das Gefängnis ihrer Schwester stoßen würde, aber dort erwischt würde, wäre das nun mal eher kontraproduktiv. Was mir ebenfalls nicht so gut gefallen hat war die Liebesgeschichte. Ich fand sie nicht schrecklich, aber ich finde die hat in der Handlung irgendwie gar keinen Sinn gemacht und ich kann nicht nachvollziehen das Amber sich in ihrer aktuellen Situation erstmal verliebt.

Die meisten Personen mochte ich ganz gerne. Ich finde, wie gesagt Ambers Handeln nicht so klug, aber eigentlich ist sie intelligent und tapfer, besonders in Anbetracht der Situation. Sie versucht ihrer Mutter und ihrem Bruder zu helfen, was sie mir sympathisch gemacht hat.

Auch Jamie (der Junge, in den sich Amber verliebt) mochte ich. Obwohl er erstmal nervig ist, finde ich seine Geschichte sehr interessant und er trägt einen wichtigen Teil zu den Ermittlungen bei.

Da das Buch nicht so lang ist stehen die Nebenfiguren etwas im Hintergrund und bleiben etwas schwach, außer vielleicht Marvin, welchen ich irgendwie nicht mochte.

Alles in allem würde ich also sagen, dass die Idee hinter dem Buch gut ist, es bei der Umsetzung aber nicht so gut gelungen ist. Ich würde das Buch so ab 13 empfehlen, da es zwar spannend ist, aber keine wirklich unheimlichen Stellen besitzt.

Ida

Fischer Verlag
ab 13 Jahren
228 Seiten
ISBN: 978-3-7373-5712-8
€ 13,00

Eine Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.