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Jennifer L. Armentrout: Blood & Ash

Der Fantasy-Roman „Blood and Ash“ von Jennifer L. Armentrout wurde auf TikTok sehr gelobt und ich wurde neugierig. Also habe ich mich sehr gefreut, als ich das Buch in den Händen halten konnte. Zumal das Cover sehr schön und ansprechend ist und die dargestellten Elemente im Buch wiederzufinden sind.

Die Protagonistin des Buches heißt Poppy. Sie ist die Auserwählte der Götter und somit die einzige, die zwischen dem Königreich Solis und einem dunklen Feind steht. Das sie die Auswählte ist, bereitet ihr jedoch kein schönes Leben. Im Gegenteil, sie ist eine Art „Gefangene im goldenen Käfig“. Niemand darf mit ihr sprechen, sie berühren oder sie ansehen, weshalb ihr Gesicht mit einem Schleier bedeckt ist. Um etwas Freiheit zu erlangen, schleicht sie sich nachts aus dem Schloss. Dies gestaltet sich zunehmend schwieriger, als sie einen neuen Leibwächter zugeteilt bekommt, der sie beschützen soll. 
Im Reich gibt es immer wieder und vermehrt Angriffe durch sogenannte „Hungernde“, die sich an Menschen laben und durch Bisse ihre Krankheiten übertragen. Vorstellbar wie Zombies.
Hawke, ihr Leibwächter, beschützt sie jedoch nicht nur vor solchen Angriffen, sondern auch vor Attentätern, die von einem dunklen Prinzen geschickt werden, um sie zu töten. Der Prinz will verhindern, dass Poppy durch das sogen. Aufsteigungsritual an die Götter übergeben wird.
Poppy ahnt jedoch nicht, dass sich ihr Schicksal und alles, an das sie je geglaubt hat, sich auf einen Schlag für immer verändern wird.

Ich finde die Welt, die Armentrout geschaffen hat ziemlich interessant, denn die Beschreibung und das Ausschmücken der Welt ist ihr ziemlich gut gelungen.
Auch die Figuren sind interessant. Die Protagonistin ist eine starke Frau mit einem coolen Namen, denn Poppy ist nur ihr Spitzname. Ihr echter Name ist Penellaphe Balfour.
Auch ihr Love-Interest Hawke Flynn ist ein erfrischende Figur. Vor allem ist es genial, wie die beiden Charaktere miteinander umgehen. In ihren Dialogen ist viel Witz, vor allem wenn sie sich streiten. Man merkt recht schnell, dass die beiden auf einer Wellenlänge sind.
Die Nebencharaktere sind auch nicht zu kurz gekommen. Sie wurden gut in das Geschehen integriert und haben in der Geschichte jeweils alle eine bestimmte Bedeutung.

Was ich nicht so gut fand, war, dass sich die Geschichte am Anfang etwas gezogen hat, was vor allem auch daran lag, dass Poppy sehr viel nachdenkt. Oft werden nur ihre tiefgründige Gedanken beschrieben, als dass es Konversationen gibt. Jedoch verstehe ich die Autorin, warum es sich anfangs nur um die Gedanken der Protagonistin dreht, da es ihr nicht erlaubt ist, mit anderen zu reden. Zum Ende des Buchs gibt es deutlich mehr Dialoge als Monologe, was die Charakterentwicklung von Poppy zeigt.

Ein weiterer Punkt ist, dass einige Dinge ziemlich vorhersehbar waren; jedoch hat mich dies nicht all zu sehr gestört. Zumal es am Ende einen gewaltigen Cliffhanger gibt, den man nicht vorhersehen hätte können.

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen und ich freue mich schon darauf, den zweiten Teil zu lesen.

Ich würde das Buch ab 14 Jahren empfehlen, da ein paar sexuelle Handlungen auftreten.

Lotte

Aus dem Amerikanischen von Sonja Rebernik-Heidegger
672 Seiten,
ISBN: 978-3-453-32141-0
€ 16,99

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