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Charlotte Brontë: Jane Eyre

Für meine zweite Rezension habe ich mich entschieden über das Buch „Jane Eyre“ von Charlotte Brontë zu schreiben.
Das Buch wird aus der Ich-Perspektive von der Protagonistin Jane Eyre erzählt. Diese wuchs als Waisenkind zunächst im Haushalt ihrer grausamen Tante auf, wurde von dieser aber mit zehn Jahren in ein Internat für Waisenkinder geschickt. Dort lebte sie einige Jahre als Schülerin und einige als Lehrerin, bis sie schließlich eine Stellung als Gouvernante im Hause von Mr. Rochester. Dieser zeigt sich zunächst unfreundlich und abweisend, doch mit der Zeit beginnen die beiden sich ineinander zu verlieben. Allerdings hat Mr. Rochester ein großes Geheimnis.


Ich muss zuerst einmal sagen, dass ich für gewöhnlich überhaupt keine Liebesgeschichten mag oder lese. Dieses Buch allerdings fand ich wirklich toll.

Die Protagonistin ist sehr klug und beobachtet sich selbst und die Menschen in ihrem Umfeld unter einem kritischen Blick und obwohl ihre Kindheit schrecklich war, bleibt sie doch hoffnungsvoll und schlägt sich durch das Leben. Mr. Rochester mochte ich am Anfang überhaupt nicht, aber mit der Zeit habe ich mich an ihn gewöhnt. Allerdings finde ich ihn weiterhin nicht gerade sympathisch. Besonders, dass er sein Geheimnis so lange vor Jane verheimlicht hat, fand ich nicht gut. Die anderen Figuren mochte ich ganz gerne, nur St. John, ein Pfarrer, bei dem Jane einige Zeit unterkommt, fand ich ziemlich aufdringlich und nervig.
Das Buch ist zwar in einer etwas altertümlichen Sprache geschrieben, lässt sich aber trotzdem ohne Schwierigkeiten lesen und ich konnte mich gut in die Protagonistin hineinversetzen. 
Insgesamt finde ich also, das Jane Eyre ein sehr gutes Buch mit einer starken Protagonistin ist, dass jeder lesen kann.

Ida

Anaconda bei PenguinRandomHouse
640 Seiten
ISBN 978-3-86647-228-0
€ 7,95

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