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    Jennifer Iacopelli: Goldmädchen

    In dem Buch „Goldmädchen“ von Jennifer Iacopelli geht es um das weibliche Elite Team der US-Amerikanischen Turnmannschaft. Die Hauptfigur Audrey bereitet sich auf die Olympischen Spiele 2020 in Tokio vor, doch mitten in den Vorbereitungen kommt es zu einem Missbrauchsskandal. Das Team ist schockiert und spaltet sich in verschiedene Lager: die Leugner und Treuen des Angeklagten und die Sympathisanten des Opfers. Kurz vor der Olympiade wird der gesamte Trainerstab ausgetauscht, was verständlicherweise zu Schwierigkeiten führt. Es ist beeindruckend wie die Autorin es schafft für das Thema Turnen zu begeistern und den Leistungssport gleichzeitig als glamourös und brutal darzustellen. Die Grenze zwischen Leidenschaft und Leiden ist minimal und der Ehrgeiz irgendwo…

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    Barbara Zoschke: Sonnengelb und Tintenblau

    Die 13-Jährige Edith hat Sommerferien. Während ihre Klassenkameraden ans Meer, in die Berge oder nach Rom fahren muss Edith dank den Geldproblemen ihrer Eltern zuhause bleiben. Doch beim Mittagessen ruft ihre Oma an. Sie hat eine halbwegs gute Nachricht: Edith darf zu ihrer Oma! Doch ihre Oma wohnt in ihrem kleinen Hotel in der Nähe von Köln. Edith nimmt die Einladung an, denn das ist immer noch besser als in der kleinen Wohnung ihrer Eltern zu verderben. Vielleicht kann sie bei ihrer Oma im Hotel andere Kinder in ihrem Aller treffen. Als sie an dem kleinen Hotel ihrer Oma ankommt sieht sie, dass es ein Problem gibt: Das Hotel ist…

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    Anne Freytag: Mein bester letzter Sommer

    „Jede Liebesgeschichte ist schön, aber unsere mag ich am liebsten. Das mit dir war mehr als nur Liebe, es war wie ein eigenes kleines Leben.“ Das Buch „Mein bester letzter Sommer“ ist von einer meiner Lieblingsautorinnen Anne Freytag geschrieben. In dem Buch geht es um die 17 jährige Tessa, die seit Jahren an einem Herzfehler leidet und auf ihren bevorstehenden Tod wartet. Sie hat das Gefühl, viel verpasst zu haben, da sie bisher nur verantwortungsvoll für die Schule gelernt und auf „den perfekten Moment“ gewartet hat. Sie ist wütend über ihre verpassten Chancen. Als sie zufällig Oskar trifft wird schnell klar, dass beide etwas füreinander empfinden. Auch wenn Tessa zuerst…

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    Karolin Kolbe: Und plötzlich steht dein Leben auf Null

    „Und plötzlich steht dein Leben auf null“ von Karolin Kolbe dreht sich um drei Teenagerinnen, die alle die Diagnose Krebs haben. Die drei freunden sich im Krankenhaus an und unterstützen sich gegenseitig auf ihrem Weg. Es geht um Liebe, Familie, Sichausprobieren, Leiden und Hoffnung. Zunächst hatte ich etwas Probleme in das Geschehen hereinzukommen, da die Perspektive in jedem Kapitel wechselt. Das hat sich dann aber gegeben, und ich finde es clever gemacht, weil dadurch vielschichtig erzählt wird. Die Mädchen sind verschieden und das kommt damit gut zur Geltung. Bis zum Ende habe ich mich jedoch mit keiner wirklich identifizieren können, sie waren mir etwas zu klischeehaft angelegt. Die innerlich leidende…

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    Christine Werner: Blitzeinschlag im Territorium

    Verlagstext: „Terris Eltern sind getrennt. Jede Woche hisst die 13-Jährige ihre Fahne im anderen Territorium. So weit, so gut. Von wegen! Denn plötzlich schlagen überall Liebesblitze ein: Ihre Mutter verliebt sich – in eine Frau! Und auch ihre beste Freundin Nina ist nicht mehr zurechnungsfähig.Blitze, Aszendenten und Moleküle – alle hängen sie in der Sache mit der Liebe drin und Terri versteht allmählich: Alles ist jetzt irgendwie anders, aber irgendwie total gut.“ Mir hat das Buch „Blitzeinschlag im Territorium“ von Christine Werner aus dem Jahr 2021 eigentlich gut gefallen, da es einen schönen Einblick in das Liebesleben bietet. Außerdem hat mir gut gefallen, dass Terri (die Hauptperson des Buches) sehr…

  • Besprechungen,  Leben eben,  Liebe

    Lin Rina: Animant Crumbs Staubchronik

    In dem Buch „Animant Crumbs Staubchronik“ von Lin Rina, geht es um Animant, die in einer Gesellschaft aufwächst, in der es für junge Frauen darum geht so schnell wie möglich einen Ehemann zu finden. Doch Animant passt gar nicht in dieses Denkschema rein. Sie sitzt lieber den ganzen Tag in ihrem Sessel und liest. Sehr zum Unglück ihrer Mutter, die sich bei jedem potenziellen Mann eine Hochzeit vorstellt und plant. Da ist es auch verständlich, dass Ani bei der ersten Möglichkeit raus aus der kleinen Stadt, auf dem Land, ins moderne London reist.  Dort arbeitet sie einen Monat in einer Bibliothek und begeistert dort viele Leuten mit ihrem Scharfsinn und…

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    Maike Dugaro: Mauerpost

    Diesmal habe ich mich für das Buch “Mauerpost” von Maike Dugaro und Anne-Ev Ustorf entschieden. Es spielt in Berlin in den Jahren 1988 und 89, kurz vor dem Mauerfall. Ihre Nachbarin Ursel vermittelt der fünfzehnjährigen Julia aus Ostberlin eine Brieffreundschaft mit deren Enkelin Ines, die in Westberlin wohnt und dreizehn Jahre alt ist. Schnell freunden sich die beiden über die Briefe an, doch es gibt ein Problem: Julias Vater. Er duldet keine Westkontakte, weshalb Julias Brieffreundschaft zu Ines streng geheim bleiben muss. Und auch die Mutter von Ines sollte besser nichts davon erfahren, denn sie ist aus Ostberlin nach Westberlin geflohen und will seitdem nichts mehr mit den Menschen dort…

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    Carolina Wahl: Zwei Leben in einer Nacht

    Carolina Wahl ist die Autorin von „Zwei Leben in einer Nacht“. Das Buch startet mit einer Triggerwarnung, die absolut angebracht ist. Die beiden 16-jährigen Sam und Casper treffen sich um Mitternacht eines Freitag, den 13. Sie sind Mitglieder in einem Onlineforum für suizidale Jugendliche. Die beiden wurden von dem mysteriösen Online-User Ghost ausgewählt in der Nacht mehrere Challenges zu bewältigen, wobei die fünfte mit ihrem Suizid endet. Das Buch geht in die Tiefe und hat mich beinahe sofort für sich eingenommen. Zwischen den beiden lebensmüden Jugendlichen entwickelt sich binnen weniger Stunden eine besondere Stimmung und man hält den Gedanken an das Ende kaum aus. Mir gefiel wie Wahl schreibt, mit…

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    Steve Tasane: Junge ohne Namen

    Ich fange einfach mal am Anfang an, denn der Text des Romans “Junge ohne Namen” von Steve Tasane beginnt schon direkt auf dem Cover, weshalb er mich auch sofort angesprochen hat. Auch die Überschriften der Kapitel sind ganz besonders ausgewählt, aber wie, das erfährt man beim Lesen. I ist ein (schätzungsweise) zehnjähriger Junge, der auf der Flucht seine gesamte Familie, alle seine Papiere und damit auch seinen Namen verloren hat. So wie viele andere Kinder im Flüchtlingslager, die nur noch mit Buchstaben angeredet werden. Doch zusammen mit seiner Freundin L, ihrem Bruder E und mit dem Mädchen V versucht I dem schwierigen Alltag im Lager zu trotzen. Besonders schön an…

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    John Green: Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken

    „Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken“ hat meinen Horizont erweitert. Für alle, die mal etwas Abwechslung zu den 08/15 Jugendbüchern brauchen, ist dieses die richtige Wahl. John Green schreibt nicht über die durchschnittlichen Probleme eines Teenagers und das ist erfrischend. Es geht um Aza, die versucht ihren Alltag bestmöglich zu meistern. Ihr Gegner ist in ihrem Kopf, denn sie leidet unter einer Zwangsstörung. Als Leserin bin ich versunken in ihrer Gedankenwelt. Zeitweise war das Buch so aufwühlend, dass ich eine Pause gemacht habe, um das Gelesene zu verarbeiten. Green hat es geschafft, dass die Protagonistin in meinem Kopf tatsächlich existiert hat und ich bilde mir ein, nun eine entfernte Ahnung zu…